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Landeswettbewerb Mathematik

Von der faszinierenden Welt der Zahlen

LandeswettbewerbMathematik2020Es gehört sicherlich zur vornehmsten Aufgabe aller Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler für ihr Fach zu motivieren und sie des Weiteren zu Wettbewerben zu führen. Dies gelang auch in diesem Jahr den Mathematik-Kollegen der Alfred-Delp-Schule. Organisator Markus Schulz durfte sich über 34 Siebt- und Achtklässler des gymnasialen Zweigs freuen, die sich auf diese Herausforderung einließen.

Sie, ausgesprochen angetan von der hehren Welt der Zahlen, dazu zu inspirieren, die Materie tief zu durchdringen, fiel allen beteiligten Pädagogen ausgesprochen leicht. Von der Liebe zur Ästhetik der Mathematik geleitet und gerne bereit, sich für deren Besonderheiten zu begeistern, konnte deren Teilnahme am Landeswettbewerb Mathematik Rheinland-Pfalz nur als logische Konsequenz und Ausdruck ihrer Faszination für das Fach niemanden verwundern.

Komplexe Zahlenrätsel und mathematisch knifflige Problemstellungen spornten die Jugendlichen dazu an, sich den umfassenden Aufgaben des Landeswettbewerbes zu stellen. In knapp 90 Minuten bearbeiteten die jungen Menschen Denk-, Rechen- und Knobelaufgaben – und dies zutiefst interessiert und konzentriert. „Adam Riese und seine Gattin Eva Zwerg blättern in einem alten Mathematik-Buch und finden folgende Aufgabe: Drei Gesellen wollen ein Haus kaufen. Der erste gibt dreimal so viel Gulden wie der zweite, dieser viermal so viel wie der dritte. Das Haus kostet 204 Gulden. Berechne, wie viel Gulden jeder von ihnen zu zahlen hat“, lautete denn eine der Aufgabenstellungen. Das, was viele direkt im ersten Augenblick eher zurückweichen lässt, führte die Mathematik-Asse zu wahren geistigen Höhenflügen. Voller Neugier und Eifer auf die Lösung ausgerichtet, widmeten sich die Mädchen und Jungen den fünf unterschiedlichen Problemfeldern. Niclas Schug, Mika Mindnich (beide 8a), Hannah Michels, Felicia Beilmann (beide 7a), Michel Bremmer, Constanze Dreyse (beide 8c) und Lia Scheffer (8c) erreichten denn einen erfreulichen dritten Platz, Bennet Frank (8b) und Carsten Schwerbel (8a) eine großartige zweite Platzierung und Sina Busch (7a), Finn Krzisch (8a) und Josua Eyer (8b) einen fantastischen ersten Rang. Sie alle konnten ob ihrer herausragenden Leistungen mit der Sonne strahlen und die Glückwünsche aller von Studienrat Markus Schulz und Oberstudiendirektor Günter Graus in einer kleinen Feierstunde entgegennehmen. Die wohlverdiente Urkunde in Händen zu halten und sich seines eigenen Könnens bewusst zu sein, lässt das Feuer für die Mathematik und solche Herausforderungen weiter brennen. Nervosität und Anspannung im Vorfeld eines solchen Ereignisses haben sich gewiss mehr als gelohnt.

Der seit 1989 regelmäßig stattfindende Mathematikwettbewerb will in diesem Bereich besonders begabte junge Menschen gezielt fördern und ihnen über vier Stufen hinweg die Plattform dafür bieten, sich stets aufs Neue unbekannten Problemfeldern und Schwierigkeitsgraden zu stellen, nachzudenken, zu tüfteln und im günstigsten Fall eben die korrekte Lösung zu finden. Dabei geht die Mathematik weit über das hinaus, was in aller Regel in der Schule gelehrt wird. In der siebten und achten Jahrgangsstufe beginnt die erste Runde mit einer zweistündigen Klausur. Daran erfolgreich teilnehmende Schüler qualifizieren sich direkt für die nächste Etappe. Hierbei sind sie dann aufgefordert, über einen Zeitraum von knapp sechs Wochen eine Hausarbeit zu erstellen, in der vier Aufgaben zu bearbeiten sind. Wenn alles wie gewünscht verlaufen ist, können die Matheasse abschließend zu einem dreitägigen Seminar reisen, das an eine der Hochschulen in Rheinland-Pfalz gebunden ist und auf jeglichen Wettbewerbscharakter verzichtet.

Die abgerufenen Problemstellungen orientieren sich am Stoff der achten Jahrgangsstufe im Unterrichtsfach Mathematik und decken völlig unterschiedliche Gebiete ab. Dabei legen die Organisatoren ihr besonderes Augenmerk auf möglichst differenzierte und niveauvolle Aufgaben, die die jungen Menschen zum Reflektieren und Diskutieren anspornen sollen. Im günstigsten Fall kommt somit eine willkommene „Breitenförderung“ in Gang, die möglichst viele erfasst. Darf man sich dann auch noch über einen solch herrlichen Erfolg freuen, werden die Schüler dazu aufgefordert, sich weiterhin ähnlich gelagerten Denk-„Challenges“ zu stellen.

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