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Erfolg bei "Jugend musiziert"

 „Olympiakaderschmiede Musik“ (Lisa Lutzebäck)

Hanna und Sarah Thelen für ihre Erfolge beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ geehrt

Ehrung Thelen2Lübeck, die Stadt an der Trave, ist seit dem Pfingstwochenende um ein weiteres Qualitätsmerkmal reicher: Neben Holstentor und Buddenbrookhaus ist von nun an der Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ untrennbar mit ihr verbunden. Und genau hier haben die Windesheimer Schwestern Hanna (18) und Sarah (15), von Kindesbeinen an der Kunst eng verbunden, einen hervorragenden zweiten Platz im Fach Gitarre bzw. einen dritten Rang im Fach Posaune erzielt.

Diese großartige Leistung war Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer Anlass genug, die beiden jungen Damen gemeinsam mit Vertretern der Musikschule Mittlere Nahe und des Fördervereins zu einer kleinen Feierstunde ins Else-Liebler-Haus einzuladen. „Es ist bemerkenswert, wenn Schülerinnen der Talentschmiede Musikschule es so weit bringen. Hier findet eine unglaubliche Bildungsarbeit aller Verantwortlichen statt“, so Dr. Kaster-Meurer. Diese sei nicht selbstverständlich, gerade weil in Bad Kreuznach die originär kommunale Aufgabe von einem Trägerverein übernommen werde. „Es war ein cooler Wettbewerb und eine coole Erfahrung“, meinte denn auch Sarah, die im August von der Alfred-Delp-Schule ans Landesmusikgymnasium in Montabaur wechseln wird. „Als der Brief mit der Zusage kam, war ich überglücklich!“, ergänzte sie strahlend.

Sie, die bereits 2014 beim Bundeswettbewerb war und einen großartigen zweiten Platz erzielen konnte, freute sich, dass sie nun gemeinsam mit ihrer Schwester auf dieses Highlight in ihrer musikalischen Karriere zurückblicken darf. „Die Vorbereitungen darauf starteten bereits Anfang 2017 mit der Auswahl der Stücke. Mindestens zwei bis drei Epochen müssen abgedeckt sein“, erzählte Hanna, die mit ihrem langjährigen Gitarrenlehrer Michael Faus offenkundig die richtigen Werke aussuchte. „Silvius Leopold Weiss` ,Fantasie` war dabei, aber auch Leo Brouwers ,Berceuse` und ,Danse Caractéristique`“. Sarah, seit „4/5 Jahren bei Matthias Hof am Mainzer Peter-Cornelius-Gymnasium studierend“, entschied sich  für die „Sonata F-Moll“ von Georg Philip Telemann, „Romance“ von Axel Jorgensen und Alexandre Guilmants „Morceau Symphonique“. „15 bis 20 Minuten dauert solch ein Vorspiel“, berichteten die beiden und bekundeten unisono: „Man will schon seinen eigenen Ansprüchen gerecht werden.“ Des Weiteren verrieten sie, dass sie die Chance eines Beratungsgesprächs durch die Jury-Mitglieder am Schopfe ergriffen. „Es ist schon krass, worauf die achten“, führten die Schwestern aus, „auf Körperbewegungen oder das Einfühlen in die jeweilige Musikepoche.“ Offenkundig konnte ihr außergewöhnliches Talent jedoch alle überzeugen. Dr. Helmut Roos, Vorsitzender des Trägervereins der Musikschule Mittlere Nahe, jedenfalls freute sich: „Es ist ein schönes Beispiel dafür, dass unsere Arbeit Früchte trägt.“ Marc Kluschat, Leiter der Schule, war voll des Lobes für die jungen Preisträgerinnen und sprach denn von einem „außergewöhnlichen Erfolg“ für alle. Lisa Lutzebäck, 1. Vorsitzende des Freundes- und Förderkreises der Musikschule Mittlere Nahe, zeigte sich dankbar dafür, mit der Übernahme der Kosten für die Fahrt nach Lübeck „ihr Scherflein“ zu diesem schönen Erfolg beigetragen zu haben.

Hanna wird seit ihrem 1. Schuljahr von Michael Faus unterrichtet, der deEhrung Thelen1nn auch ihre „Reflektiertheit“ und „unglaubliche Selbstständigkeit“ heraushob. Seit 2016 ist die Gymnasiastin aus Hargesheim denn auch Elevin der Musikschule Mittlere Nahe. Ihr Können stellte sie schon bei etlichen Schulkonzerten und als Mitglied der Band „Mission of Christ“ eindrucksvoll unter Beweis. Sarahs Ausbildung an der Posaune begann 2012. Sie spielt im Symphonischen Blasorchester Obere-Nahe, in der KKM Big Band Windesheim und ist Mitglied des Blechbläser-Ensembles des PCK Mainz.

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