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Landeswettbewerb Mathematik 2017

Von der Faszination junger Menschen für die Ästhetik der Mathematik

35 Schüler nehmen am Landeswettbewerb Mathematik Rheinland-Pfalz teil

35 Siebt- und Achtklässler des gymnasialen Zweigs der Alfred-Delp-Schule in Hargesheim haben eines gemeinsam: ihre Begeisterung für die Welt der Zahlen, die sie fasziniert und dazu verführt, immer tiefer in die Materie eindringen zu wollen. Dafür kommt ihnen jede Herausforderung gerade recht, denn sie sind der Mathematik sozusagen „mit Haut und Haaren verfallen“. Ihre Teilnahme am Landeswettbewerb Mathematik Rheinland-Pfalz war somit die logische Konsequenz und Ausdruck ihrer Passion für die Ästhetik dieses Fachs.

LandeswettbewerbMathematik2017

Offen für komplexe Zahlenrätsel und mathematisch knifflige Problemstellungen aller Art stellten sich die jungen Menschen den umfassenden Aufgaben des Landeswettbewerbs, wofür sie jüngst in einer kleinen Feierstunde die Anerkennung und das Lob des Organisators, Studienrat Markus Schulz, und ihres Direktors Günter Graus erhielten. Darüber hinaus durfte sich jeder über die verdiente Urkunde freuen.

Besonders angetan waren beide Pädagogen von der Bereitschaft der Mädchen und Jungen, ganz bewusst und ambitioniert eine solche Herausforderung anzunehmen in dem Wissen, an ihr wachsen zu können. Wenn sie denn noch von Erfolg gekrönt wird, haben sich Aufregung und Anspannung mehr als gelohnt. In knapp 90 Minuten bearbeiteten die Jugendlichen Denk-, Rechen- und Knobelaufgaben – und dies hochmotiviert und konzentriert. „Wenn schon, denn schon!“, lautete hier ihre Devise.

„Zwei Freundinnen starten an einem Wanderparkplatz zu einer Bergwanderung. Für den Weg bis zum Gipfel sind 2h 55min angegeben. Sie brechen um 9:00 Uhr auf und machen nach einer Stunde eine Rast von 15 Minuten. Auf dem Rastplatz lesen sie auf dem Wegweiser: Bis zum Gipfel 1h 15min. Wann sind die beiden auf dem Gipfel, wenn sie ihr schnelles Tempo beibehalten?“, war nur eine der Fragestellungen, die die Schüler lösungsorientiert und zielstrebig angingen. Lina Wies, Anna Mindnich (beide 7a), Eric Zimmermann (7b), Noah Wingenter, Finn Titz, Marvin Schild (alle 8a), Alexa Klein, Paul Rößel (beide 8b), Leonie Noll (8c) und Isabel Pira (8e) erreichten dritte Plätze, über die sie sich zu Recht freuen durften. Jonathan Weil (7b), Nico Stumpf (8b), Noah Forderer und Anna-Lena Brandt (beide 8a) strahlten mit der Wintersonne um die Wette, denn sie hatten einen hervorragenden zweiten Platz erzielt. Sven Gladis (7b), Jonathan Roth, Simon Kranz (beide 8a) und Maximilian Altmeier (8b) gar waren direkt auf dem ersten Platz gelandet. Welch ein Erfolg! Der seit 1989 regelmäßig stattfindende Mathematikwettbewerb will in diesem Bereich besonders interessierte und begabte junge Menschen gezielt fördern und ihnen über vier Stufen hinweg die Möglichkeit einräumen, sich stets aufs Neue unbekannten Fragen und Schwierigkeitsgraden zu stellen, zu tüfteln, grübeln und im günstigsten Fall das korrekte Ergebnis zu finden. In der siebten und achten Jahrgangsstufe beginnt die erste Runde mit einer zweistündigen Klausur. Daran erfolgreich teilnehmende Schüler qualifizieren sich direkt für die zweite Runde. Hierbei erstellen sie über einen Zeitraum von knapp sechs Wochen eine Hausarbeit, in der vier Aufgaben zu bearbeiten sind. Wenn alles wie erhofft verlaufen ist, können sie anschließend zu einem dreitägigen Seminar reisen, das an eine der Hochschulen des Landes gebunden ist und auf jeglichen Wettbewerbscharakter verzichtet.

Die mathematischen Problemstellungen orientieren sich am Stoff der achten Jahrgangsstufe im Unterrichtsfach Mathematik und decken völlig unterschiedliche Gebiete ab. Dabei legen die Organisatoren besonderen Wert auf möglichst differenzierte und niveauvolle Aufgaben, die die jungen Mathe-Asse zum Reflektieren und Diskutieren anspornen sollen. Wenn man sich dann noch über einen solch schönen Erfolg freuen darf wie in diesem Jahr, ist der Anreiz, sich weiterhin ähnlich gelagerten Denk-Herausforderungen zu stellen, direkt gegeben.

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