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Briefmarathon

Briefmarathon

Schreib´ für Freiheit!

BriefmarathonBriefeschreiben kann Leben retten – das zeigt der weltweite Briefmarathon für Menschen in Not und Gefahr, den Amnesty International jedes Jahr rund um den Tag der Menschenrechte am 10. Dezember startet, auf eindrucksvolle Weise. Dieser Intention stellte sich an der Alfred-Delp-Schule federführend – angesprochen waren die Jahrgänge 7 bis 13 - der Sozialkunde-Leistungskurs 11 mit seiner Lehrerin Kathrin Proske. Forderungsbriefe an Regierungen und Solidaritätsbriefe an Menschen in Gefahr sollten und wollten formuliert werden. Die Freilassung von Menschenrechtsverteidigerinnen und –verteidigern ist ihr gemeinsames Ziel.

Für den Briefmarathon an Schulen standen folgende Kriterien im Vordergrund:

-        Die Jugendlichen sollen sich möglichst leicht mit den Menschen und ihren Geschichten identifizieren und aufgrund der Thematik mit ihnen solidarisieren können.

-        Das Geschlechterverhältnis soll im Blick behalten werden.

-        Die Menschenrechtsthematik soll möglichst differenziert dargestellt werden und

-        möglichst viele Regionen sollen vertreten sein.

Daraus ergab sich für das Jahr 2017 folgende Auswahl:

1)     Jamaika: Shackelia Jackson setzt sich für ihren bei einer Razzia in einem Restaurant in Kingston erschossenen Bruder Nakiea ein, der als „Rastafari“ eingeschätzt und getötet wurde (Themenbereiche Rassismus, Straflosigkeit, junges Engagement),

2)     Tschad: Tadjadine Mahamat Babouri ist ein dort lebender Blogger, der regierungskritische Videos auf Facebook postete und sich dadurch von lebenslanger Haft bedroht sieht (Themenbereiche online activism, Meinungsfreiheit, Folter),

3)     Finnland: Sakris Kupila wurde mit weiblichen Geschlechtsmerkmalen geboren und bemerkte erst als Jugendlicher, dass er eine andere Geschlechtsidentität empfindet (Themenbereiche sexuelle Identität, sexuelle und reproduktive Rechte) und

4)     Türkei: Die Gruppe „Istanbul 10“ setzt sich aktiv für die Einhaltung der Menschenrechte in ihrem Heimatland ein, weshalb sie inhaftiert wurde (Themenbereiche Meinungsfreiheit, Einschüchterung andersdenkender Menschen).

Der Komplex der Menschenrechte geht jeden an, daher ergab sich schulintern die Möglichkeit des fächerübergreifenden Arbeitens. Die Pädagogen waren frei in der Gestaltung und Einbettung des Themas in ihren jeweiligen Unterricht. Jugendliche für die Menschenrechte zu sensibilisieren, ist wichtig und unabdingbar, da sie bei uns als „Selbstverständlichkeit“ wahrgenommen werden. In anderen Ländern jedoch herrscht durchaus ein oftmals harter „Kampf für die eigenen Rechte“.

Es gehört zur besonderen Eigenschaft des Menschen, Empathie empfinden und sich mit anderen solidarisch erklären zu können. Gerade eine christlich geprägte Schule wie die ADS lässt sich dies zu einer besonderen Aufgabe werden, die stets im Fokus aller steht.

Der Briefmarathon an sich „litt“ anfangs ein wenig unter „Anlaufschwierigkeiten“, nach einer sinnvollen Verlängerung der Aktion allerdings ergab sich eine rundum positive Resonanz von Schülerseite. Am Ende waren mehr als 1000 Unterschriften gesammelt worden, die nach einer Wiederholung bei nächster Gelegenheit rufen!

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