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Haribo-Preis an William Roth

HARIBO – Facharbeitenpreis an William Roth

Haribo Preis RothWilliam Roth, angehender Abiturient des Gymnasiums an der Alfred-Delp-Schule, hätte wohl zu Beginn seiner Facharbeit in Physik nie darüber nachgedacht, am Ende den HARIBO-Preis 2017 in Händen zu halten. Er, der bereits in den vergangenen Jahren immer wieder durch besondere Auszeichnungen von sich reden machte, 2015 etwa war er Sieger des Physiklandeswettbewerbs Rheinland-Pfalz und in diesem Jahr nahm er an der Bundesrunde der Internationalen Physikolympiade teil, wusste in seiner Facharbeit zum Thema „Physikalische Pendel und Präzisionsgravimetrie“ zu überzeugen.

„In der Natur schwingt jeder drehbar aufgehängte, aus seiner Ruhelage ausgelenkte Körper periodisch um seine Anfangsposition. In der Regel aber schwingen alle Körper um eine körpereigene Drehachse und bilden somit sogenannte physikalische Pendel. Dabei greift an der Drehachse ein durch die Erdbeschleunigung verursachtes Drehmoment an, das den Oszillator in Richtung der Gleichgewichtslage beschleunigt. Damit lässt sich mit der Hilfe physikalischer Pendel die lokale Erdbeschleunigung bestimmen“, führte William Roth in der Einleitung zu seiner Arbeit aus. „In der Industrie kommen meistens Federgravimeter zum Einsatz, die zwar hochexakte Messungen erlauben, aber in der Herstellung recht aufwändig und damit sehr teuer sind – Preise im Bereich von 100.000 Euro sind die Regel.“ Als Ziel seiner experimentellen Untersuchung sah William Roth die Entwicklung einer physikalischen Messtechnik, „die zu deutlich günstigeren Kosten ebenfalls Bestimmungen der lokalen Erdbeschleunigung mit ebenfalls hoher Präzision erlauben sollte.“ Als Versuchsaufbau verwendete der junge Mann dabei eine drehbar aufgehängte Metallstange als Pendel. „Die Schwingungsfrequenz respektive Schwingungszeiten dieses Pendels wurden mittels einer Lichtschranke gemessen. Dabei sollte die Aufnahme sehr vieler Messdaten die statistische Streuung minimieren und so ebenfalls zu einer hohen Genauigkeit führen“, hielt er fest. Daneben stellte er dem experimentellen Teil dieser Arbeit einen mathematisch-theoretischen Exkurs des Pendels voran, der dem Leser das Verständnis des Versuchsaufbaus erleichtern und dabei helfen sollte, die erzielte Präzision der Ergebnisse einstufen zu können. Attestierte sein Lehrer, Studienrat Markus Schulz, William ein „außerordentlich hohes Niveau und eine über den Schulstoff hinausgehende Selbstständigkeit bei der Auswahl der Methoden und Verfahren und deren Anpassung an die Thematik“, so hob Prof. Dr. Klaus Wendt, Leiter der wissenschaftlichen Arbeitsgruppe QUANTUM/Larissa an der Johannes Gutenberg Universität Mainz, in seiner Laudatio die „fachliche Tiefe“, „Professionalität“ und „Korrektheit der Darstellung“ wie „der generellen Qualität der Ausarbeitung“ hervor. „Aus William Roth wird ein guter Naturwissenschaftler werden!“, konstatierte er und freute sich mit dem Schüler über die mit 400 Euro dotierte Auszeichnung, die „dem Studium der Physik zugutekommen werden!“

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